EMG-Quartett besucht Schnupperuni für Mädchen

Exoplaneten und Himbeersorbet

Frostige Erfahrung: Sophie und Rara experimentieren mit vollem Körpereinsatz im eiskalten Flüssigstickstoff

Die Antwort auf die Frage nach dem Highlight fällt Vicky und Veronika nicht leicht. „Ich fand’s ziemlich cool, als die zwei Quietscheentchen explodiert sind“, berichtet Veronika. „Das Himbeersorbet, das wir mit dem flüssigen Stickstoff zubereitet haben, war unfassbar lecker“, erzählt Vicky.

Ob nun explodierende Quietscheentchen oder Himbeersorbet – die vier EMGlerinnen Rara, Sophie, Vicky und Veronika aus der Jahrgangstufe 10 sind mit zahlreichen neuen Eindrücken und Erkenntnissen von der zweitägigen Physik-Schnupperuni auf dem Kölner Universitätscampus zurückgekehrt.

Die Veranstaltung richtet sich vor dem Hintergrund des fast schon chronischen Männerüberhangs im Fachbereich Physik ausschließlich an Mädchen. Folgerichtig werden die Schülerinnen in den zwei Tagen vorwiegend von Studentinnen, Doktorandinnen und Dozentinnen begleitet.

Und so gings es für etwa 50 Zehntklässlerinnen aus dem Großraum Köln an Tag 1 zunächst in den Hörsaal. „Sind Atomkerne gefährlich?“ und „Die Suche nach den Exoplaneten“ stand im Vorlesungsverzeichnis auf dem morgendlichen Stundenplan.

„Wir haben beispielsweise erfahren, dass ein Mensch aus etwa fünf Quadrillionen Atomen besteht“, erinnert sich Vicky. „Ich fand spannend, wie man Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mit der Transitmethode finden kann“, sagt Veronika, die beeindruckt war, „mit welcher Begeisterung die Dozentin über Astrophysik gesprochen hat“.

Nach der Mittagspause ging es für die Mädchen dann beim Raketenbau weiter. Mit handelsüblichen Colaflaschen, einer Portion Wasser, einem Korken mit Ventil und einer Standluftpumpe feuerten die Nachwuchsphysikerinnen ihre Boliden über den Campus.

Auch Tag 2 startete mit einem Vorlesungsprogramm, aus dem den Mädchen insbesondere die Quantenphysik in Erinnerung geblieben ist. „Wir haben nicht in allen Vorlesungen alle Details verstanden, aber im Großen und Ganzen konnte man gut mitkommen“, beschreibt Vicky den Schwierigkeitsgrad.

Auch der Besichtigungsdurchgang durch die Labors und Werkstätten hielt noch spannende Erkenntnisse bereit: „Ich weiß jetzt, dass in dem Licht, das aus interstellaren Nebeln kommt, die Informationen über die Zusammensetzung dieser Nebel steckt“, erklärt Veronika.

Und natürlich gehört zum Abschluss der Veranstaltung die faszinierende Zubereitung von Eiscreme mit Flüssigstickstoff zu jeder ordentlichen Schnupperuni dazu. „Ich kann die Veranstaltung nur weiterempfehlen“, rät Vicky. „Jetzt, da ich einmal an der Uni war, würde ich sofort an weiteren Programmen teilnehmen“, bestätigt Veronika.

Gute Nachrichten für die Beiden und alle anderen interessierten Zehntklässlerinnen: Auch für Schülerinnen der Ef hält die Uni Köln ein vergleichbares Angebot bereit.

Gregor Evers

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